An Ocean Between Us – wie lange habe ich auf diese Platte gewartet…

As I Lay Dying haben sich ja bekanntlich von Ihrem Bassisten Clint Norris getrennt, ich ging nicht davon aus dass sie einen vernünftigen Ersatz finden werden, nun bin ich anderer Meinung.
Josh Gilbert – so der Name des neuen Mannes mit dem Bass und am Hintergrundmikrofon – macht seinen Job mehr als gut, die Cleanvocals taugen auf jeden Fall mindestens so viel wie die von Clint.
Auch Musikalisch haben sich As I Lay Dying verändert, die haben zwar immernoch Ihren typischen Sound – doch nun geht alles mehr in Richtung Metal – Mehr Thrash, mehr „uffza-uffza“ und noch mehr Doublebass als zuvor.
Der instrumentale Opener „Seperation“ ist ein Song der einen erstmal gespannt macht, was denn nun auf einen zukommen wird, er beginnt Clean, geht dann in eine leichte verzerrte Gitarrenmelodie über und erinnert etwas an „Behind me Lies another Soldier“.
Danach folgt der Song „Nothing Left“ der genau da anfängt, wo Seperation aufhört, mit schweren, schwebenden Gitarren und einem Doublebass betonten Drumming. In der Mitte kommt ein schöner Chor, der zum Mitsingen oder Mitschreien einfach motiviert!
Als nächstes folgt der Titelsong „An Ocean Between Us“ der mich fast umgehauen hat, vor allem der oben genannte Cleangesang von dem neuen Bassisten Josh Gilbert ist wahnsinnig geil und passt einfach rein.
Die Nächste Nummer, nämlich „Within Destruction“ knallt von vorne bis hinten, einfach klasse der Song, schwedische Gitarren und Klasse Atmosphäre mit einigen Schweinereien.
„Forsaken“, der fünfte Titel des Albums, beginnt mit tappenden Gitarren und geht in ein Riffgewitter über, wie ich es liebe – schön thrashig wie man es eigentlich von den wenigsten Metalcorebands kennt.
Der sechste Song des Longplayers, „Comfort Betrays“ ist ein überaus Moshtauglicher Song der schnell beginnt, dann kommt ein Breakdown nach dem anderen die einen aus den Socken hauen könnten.
Der nun folgende Song „I never wanted“ regt ungemein zum nachdenken an, er beginnt auch relativ ruhig und bleibt auch im Low-/Midtempo und die Lyrics sind fast schon Göttergleich eingesungen/gebrüllt. Sehr viel zweistimmiger Gesang vorhanden und der Song besitzt eine Menge Hitpotenzial.
„Bury Us All“ erinnert mich stark an alte As I Lay Dying Sachen, der Song könnte glatt von der Frail Words Collapse stammen, haut mich aber nicht wirklich aus den Latschen.
Daraufhin folgt der meiner Meinung nach abwechslungsreichste Song des ganzen Albums „the Sound of Truth“. Dieser Song beginnt mit duchgezogener Doublebass und typischen Melodic Death Metal Gitarrenriffs, wie man sie seinerzeit von At the Gates und Co. zu hören bekam. Dann kommt ein Packendes Riff, ein Schrei und dann gedoppelt Gesang und Lead-Geschreie von tim Lambesis, dem überaus wütend klingenden Shouter der Band.
Außerdem beinhaltet der Song ein durchaus eingängiges Gitarrensolo.
Ein Intro für den Song „Wrath Upon Ourselves“ steht auf Platz 10 der Tracklist des Albums und heißt „Departed“. Es ist ein grandioses Gitarren-Tapping mit knapp 1:40 Spielzeit.
Von der ersten Sekunde an knallt der Song „Wrath Upon Ourselves“ auf jeden Fall direkt ins das Ohr jedes Hörers, auch dieser Song beinhaltet einen hammer Chorus, der jeden zwingen könnte mitzusingen.
Leider kommen wir schon zum letzen Song – „This Is Who We Are“ – auch dieser beginnt relativ ruhig, geht aber sehr flott ins Gebolze über und ist perfekt für jede Metaldisko oder ähnliches! Hier ein einmal etwas anderer Cleangesang von Josh Gilbert der es wie auch der Rest in sich hat.
Dieses Album ist auf jeden Fall einen Kauf wert, für alle die es hart, schnell – aber gleichzeitig auch soft und gefühlvoll mögen. Zwar ist diese Platte sehr typisch für Metalcore, aber dennnoch gehören As I Lay Dying zu den Urvätern des Metalcore und man hört auch warum. Sehr geiles Album, kaufen!
Neueste Kommentare